Stammeswinterfahrt 2016

Mit dem ganzen Stamm unterwegs, und zum ersten Mal in einem festen Haus als "Lager": die Winterfahrt war ein sehr schönes Erlebnis und wichtig für die Stammeidentifikation. Dazu verbrachten wir ein ganzes Wochenende auf dem Kochshof in Odenthal.


Dabei:

Sippe Kasbek: Gloria, Pheline, stone, turtle, basti

Meute Syenna: troll, trödel, Laurin, Lisanne, Lutz, Alisha, Lilly, dori, Felix, töfte, Tim

Roverrunde Aachen: Rasmus, Malte, snickers, Julia, nuschel

Roverrunde Watzmann: DC, Carsten, Maxi

Gäste: Donald (Zugvogel)


Freitag


Wir trafen uns Freitags am Ponttor und hatten mit den Eltern des Stammes die Anfahrt bis in den Kochshof organisiert. Also wurden erst einmal alle Kleinreisegruppen auf die Autos verteilt. Töfte, turtle und Malte, die die Fahrt geplant hatten waren bereits unterwegs zum Einkaufen und in Richtung Kochshof. Die gut 1,5 stündige Fahrt, die durch nebelige Sicht im bergischen und Glatteis ein wenig erschwert war verging trotzdem wie im Flug. In kurzen Abständen kamen wir am Kochshof an.

Der Reihe nach richteten die Gruppen ihre Schlafplätze ein, während die Sippe Kasbek bereits in der Küche damit begonnen hatte die Lauchcremesuppe für den Abend zuzubereiten. Besonders die Zwiebeln brachten die Mädels zum Verzweifeln, die vergossenen Tränchen gingen aber eher auf die Zwiebelausdünstungen zurück. Zum Glück konnte Chefkoch Maxi die Schneidetechniken der Sippe Kasbek perfektionieren, sodass die Suppe keine riesigen Stücke enthalten musste.

Als die Suppe köchelte konnten wir endlich einen Anfangskreis machen. In dem schönen großen Raum prasselte das Feuer in einem riesigen Kamin. Im Anschluss gab es eine ausgedehnte, schöne Nachtwanderung. Die Sterne standen klar am Himmel und wir konnten einige Sternbilder erkennen. Ein für einige überraschend auftretendes außerordentliches Stammesthing sorgte trotz der Kälte für eine schöne Atmosphäre.

Als wir wieder im Kochshof ankamen war die Suppe bereits fertig. Wir deckten die lange Tafel, lauschten dem wunderbaren Essensspruch der Sippe Kasbek und begannen reinzuhauen. Es mundete köstlich und das erste Mal, seitdem wir angekommen waren war es ruhig im großen Raum.

Doch es war mittlerweile so spät geworden, dass den Kleinsten von uns bereits die Äuglein zu fielen. Die Meute Syenna begab sich auf schnellstem Wege ins Bettenlager. Schön war, dass sie sogar einen eigenen Kamin hatten, der ihren Bereich wärmte.

Die Älteren, Rover und die Sippe Kasbek fanden sich im Rittersaal zusammen und eröffneten die Fahrt mit einer standesgemäßen Singerunde. Natürlich ging die Sippe Kasbek früh ins Bett (also ca. 1 Stunde nach töfte) und der Rest sang bis in die tiefste Nacht hinein unsere alten Lieder.

Die Nacht ist eben nicht allein zum Schlafen da. Auch wenn töfte das ein wenig anders sieht!


Samstag


Am Samstag weckte die Stammesführung mit Hilfe der Meute, den Rest des Stammes. Wir schlichen uns ganz leise in die Schlafräume und stimmten ein herzhaftes "Dämmert von Fern" an. Wach werden konnte man auch im Morgenkreis. Neben ein paar spielerischen und körperlichen Betätigungen sangen wir natürlich noch ein schönes Morgenlied!

Im Anschluss gab es Frühstück an der langen Tafel. Zum Glück war noch Suppe vom Vortag übrig, die ja bekanntlich aufgewärmt direkt doppelt so gut schmeckt.

Im Anschluss wurden wir in verschiedene Kleingruppen aufgeteilt. Es gab ein großes Rätsel zu lösen: die Watzmänner hatten scheinbar in der Nacht die Lebensmittel für das Abendessen geklaut. Klammheimlich hatten sie sich aufgemacht, um das Essen alleine an der Dhünntalsperre zu verspeisen! Schnelles Handeln war angesagt: wir versuchten den Hinweisen zu folgen, die die Watzmänner in aller Eile unterwegs verloren hatten. Und kamen den Dieben auf die Spur.

Der Wald war von kleinen Eiskristallen übersäht und die Dünnthalsperre dampfte. Im Wald war es frostig und kalt. Es war nicht leicht die Spuren zu finden und den Watzmännern auf den Fersen zu bleiben.

Gegen Mittag hatten die Watzmänner verspielt. Sie wägten sich an der Talsperre in Sicherheit. Doch mit vereinten Kräften konnten sie gestellt werden und das Abendessen war gesichert. Es hatten zwar alle Verpflegung dabei, doch eigentlich wollten töfte und turtle an der Talsperre warten und noch ein wenig Obst und Kekse beisteuern. Doch wo waren die Beiden? Es war etwas kalt zum Warten, deshalb traten alle den Rückweg zum Hof an.

Den Nachmittag gestalteten wir mit verschiedenen WGs und den Vorbereitungen für unser geniales Abendessen - selbstgemachte Pizza aus dem Steinofen. Dafür musste Teig gemacht und allerhand geschnibbelt werden. Außerdem gab es natürlich noch zahlreiche Spiele und bei der ausgelassenen Stimmung wurde immer mal wieder gesungen.

Turtle und töfte tauchten auch irgendwann wieder auf. Sie hatten den vermeintlich kürzeren Weg zur Talsperre genommen, sind aber leider falsch abgebogen. Als sie ankamen waren die anderen längst wieder auf dem Rückweg zu Hof. Man musste die Beiden am Kamin nun erst mal auftauen.

Dann gab es das Highlight des Samstags: selbstgemachte Blechpizza. In kurzen Abständen kamen die für schuldig gesprochenen und zum Kochen verurteilten Watzmänner immer wieder an die Tafel und lieferten mit italienischer Lebenslust Pizza um Pizza.

Margherita, Tonno, Salami - man musste einfach von jeder probieren. Am delikatesten war wahrscheinlich die Pizza Lauchcremesuppe-Speciale. Köstlich!

Am Ende des Tages waren alle kaputt, satt und glücklich. Die Meute hielt dieses Mal sogar ein wenig länger durch, lag dann aber noch vor 9 schon komplett im Bett (ja, töfte ist bei komplett natürlich mit eingerechnet!). Der Rest des Stammes gab in der Singerunde erneut Gas, wenn es dieses mal aber nicht so lang ging wie am Vortag. Das frühe Aufstehen, die anstrengende Verfolgungsjagd und das kalte Wetter hatten Kraft gekostet.


Sonntag


Beim Wecken war die Stammesführung mit Meutenunterstützung heute etwas rigoroser als am Vortag. Neben zahlreichen Big-Macs und Liedern wurde auch mit der alten Kochtopf-Kochlöffeltaktik geweckt.

Im Morgenkreis sorgte das Evolutionsspiel für allgemeine Erheiterung. Beim gemeinsamen Frühstück tankten wir die notwendigen Kalorien für den Tag!

Gegen Ende des Frühstücks wurden die Aufgaben verteilt: Spülen, Putzen, Aufräumen und Rucksäcke packen. Mit vereinten Kräften räumten wir in Rekordzeit den Hof auf. So hatten wir zum Ende sogar noch Zeit, für das kommende Ringfußballturnier zu trainieren. Auch das ein oder andere Fahrtenlied konnten wir noch üben.

Bevor die Eltern uns abholten gingen wir noch auf den wunderschönen Hügel neben den Hof und hatten einen schönen Abschlusskreis. Dann machten wir uns auf die Heimfahrt nach Aachen.


Fazit


Die Stammesfahrt im Winter war wirklich eine wundervolle Erfahrung, die die Stammesidentität stärken konnte. Es war toll die ganzen Gesichter gemeinsam auf Fahrt zu sehen und am warmen Kamin Geschichten auszutauschen.

Danke an töfte, turtle und Malte für die hervorragende Organisation der Fahrt. Für das Jahr 2017 haben wir natürlich schon eine Neuauflage geplant!

Danke auch an DC für die klasse Fotos!


Bericht von: basti

Fotos von: DC


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